Aktualisiert am Montag, 17. August 2009 um 16:42
Die Ala betreut die folgenden 16 Schutzgebiete in der Schweiz:| Kanton Bern | Fanel |
| Heidenweg | |
| Fräschelsweiher | |
| Häftli | |
| Wengimoos | |
| Gerlafinger Weiher | |
| Weissenau | |
| Zentralschweiz | Baldeggersee |
| Hallwilersee | |
| Alpnacher Ried | |
| Kanton Schwyz | Lauerzersee |
| Frauenwinkel | |
| Kanton Zürich | Pfäffikersee |
| Unterer Greifensee | |
| Neeracher Ried | |
| Kanton Schaffhausen | Rüdlingen |
Bericht über die Schutzgebiete 2008
Organisation der Schutzgebietsarbeit der Ala
Das Ala-Reservatsteam setzt sich neu wie folgt zusammen: Ursula Bornhauser-Sieber, Christa Glauser, Susanna Meyer, Werner Müller und Thomas Sattler (Abb. 1). Es traf sich zu drei Sitzungen, davon eine im Feld bei der Besichtigung der neuen Parzellen der Ala am Pfäffikersee (Abb. 2). Das Reservatsteam verteilte die Aufgaben unter den Mitgliedern. Die Koordination übernimmt Christa Glauser.
Das Reservatsteam freut sich, einen neuen Betreuer eines Ala-Schutzgebiets begrüssen zu dürfen: Martin Grüebler für das Alpnacherried. Es dankt allen Betreuerinnen und Betreuern ganz herzlich für ihre Arbeit.
Die Wirkungskontrolle Moorlandschaften wurde im üblichen Rahmen durchgeführt.
Einen grossen Raum in der Arbeit des Reservatsteams nahmen die Kiebitzprojekte in unseren Schutzgebieten und die Organisation der Exkursionen im Jubiläumsjahr «100 Jahre Ala» 2009 ein. So entstand ein umfassendes Angebot, das der Ala-Vorstand zusammen mit den anderen Veranstaltungen in einem attraktiven Programm präsentiert.
Die Schutzgebiete sollen auf der Website der Ala besser zur Geltung kommen. Das Reservatsteam übernahm die Aufgabe, die Beschriebe aus dem Reservatsheft 1988 (Ornithol. Beob. Beiheft 7) zusammenzustellen, zu aktualisieren und aufs Netz zu stellen.
Nach den guten Erfahrungen mit einer Bestandsaufnahme an Schmetterlingen (zumindest der spezialisierten Feuchtgebietsarten) am Frauenwinkel als Grundlage für eine differenzierte Pflege, die auch die Anforderungen der Wirbellosen berücksichtigt, machte das Reservatsteam den Vorschlag für eine analoge Studie am Heideweg.
Tätigkeit der Betreuerinnen und Betreuer in den einzelnen Schutzgebieten
Der Bericht folgt weiterhin dem bewährten Schema mit folgenden Angaben: Im ersten Teil werden die Berichte der Betreuerinnen und Betreuer kurz zusammengefasst, im zweiten folgen die ornithologischen Angaben, wobei eine Zahl hinter dem Vogelnamen die Anzahl der kartierten Brutpaare oder Reviere bedeutet. Wenn keine Zahl angegeben ist, fehlen quantitative Angaben, doch kann mit Bruten gerechnet werden.
1. Fanel
Ala-Betreuer Jörg Hassler, Artur Bärtsch, Paul Mosimann-Kampe
Die Arbeiten an einem Managementplan für das Wasser- und Zugvogelreservat Fanel/Chablais de Cudrefin) kamen voran. Eine Arbeitsgruppe von Bund, Kantonen, Berner Ala, Nos Oiseaux, Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und Schweizerischer Vogelwarte diskutierte erste Fassungen des Planes. Eingriffe gegen die Kormorankolonie auf den Inseln waren Gegenstand von Sitzungen und Verlautbarungen des BAFU. Im August sandte das BAFU eine Änderung der Wasser- und Zugvogelreservats-Verordnung in die Vernehmlassung mit dem Ziel, die rechtliche Grundlage für solche Eingriffe zu schaffen. Ala, Berner Ala und SVS lehnten diese Änderung klar ab, begrüssten hingegen eine beachtliche Erweiterung des Reservats im Landwirtschaftsgebiet anschliessend an den Fanel.
Auch dieses Jahr haben die Betreuer und das Naturschutzinspektorat des Kantons Bern (NSI) im Herbst umfangreiche Entbuschungs- und Mäharbeiten ausgeführt (Inseln, Schilffeld, Lagune, Feuchtwiese). Die Schweinehaltung in der Säubucht im Sommer führte dieses Mal nicht zum gewünschten Resultat: Die Tiere frassen nur wenig Schilf. Das NSI schuf für den Laubfrosch einen flachen Tümpel. Winterstürme führten zur Erosion der Uferbefestigung der Berner Insel. Zum ersten Mal seit Bestehen der Plattformen (1965) brüteten im ganzen Fanel keine Flussseeschwalben (das einzige gelegte Ei verschwand schnell). Ursache könnte Nahrungsmangel sein.
Brutvögel: Graugans 4 (davon 2 BE-Insel; keine Jungen), Kolbenente (21 Nester, davon 1 BE-Insel, 5 weitere Mischnester mit Stockente), Gänsesäger 17 (gesamtes Gebiet), Mittelsäger (2 Paare balzten), Zwergtaucher 5–8, Haubentaucher 7–9, Kormoran 242 (davon 32 BE-Insel), Zwergdommel 4–6, Graureiher 3, Purpurreiher (eine Mischbrut mit einem Graureiher-♂), Schwarzmilan 1, Wasserralle 4–6, Teichhuhn 4–7, Schwarzkopfmöwe (1 Nest auf NE-Insel), Lachmöwe (123, keine auf BE-Insel), Mittelmeermöwe 663 (davon 355 BE-Insel), Turteltaube 1–2, Kuckuck 2–3, Eisvogel 2, Grauspecht 2, Nachtigall 7–9, Rohrschwirl 5–6, Teichrohrsänger 37–39, Drosselrohrsänger 13, Bartmeise 4, Pirol 2, Neuntöter 1, Rohrammer 9.
2. Heideweg
Ala-Betreuer Michael Lanz, Thomas Sattler, Bestandsaufnahme Paul Mosimann-Kampe (im Auftrag der Schweizerischen Vogelwarte Sempach)
Mit der aktuellen Ausgabe der Landeskarte im Massstab 1 : 25000 änderte das Bundesamt für Landestopografie die Schreibweise «Heidenweg» in «Heideweg»; das Reservatsteam hat diese Änderung übernommen. Nachdem bereits 2007 Thomas Sattler und Michael Lanz die Betreuung des Schutzgebietes angetreten haben, wurden anfangs Jahr das Naturschutzinspektorat des Kantons Bern (NSI), die betroffenen Gemeinden Erlach und Twann sowie der Verein «Netzwerk Bielersee» über den Wechsel informiert. Wie in den Vorjahren erfolgten die Bestandsaufnahmen durch Paul Mosimann-Kampe. Der Beobachtungsturm der Berner Ala und der Lehrpfad wurden durch das NSI ausgebessert und stehen nun dem Publikum wieder für Beobachtungen offen.
Brutvögel: Zwergtaucher 5, Haubentaucher 30, Schwarzmilan 6, Baumfalke 1, Wasserralle 10, Kuckuck 2, Grauspecht 1, Nachtigall 4, Feldschwirl 1, Rohrschwirl 10, Teichrohrsänger 126, Sumpfrohrsänger 1, Drosselrohrsänger 2, Fitis 28, Bartmeise 7, Pirol 1, Rohrammer 43.
Ala-Betreuer Pius Tröndle
Der Unterhalt des Gebietes umfasste einmal mehr vielfältigste Arbeiten: Schnitt von 3 ha von Streuewiesen, Rückschnitt von Randgehölzen und Kopfweiden, Durchforsten einer Baumreihe, Bekämpfung von Staudenknöterich und Goldruten sowie Entbuschungsarbeiten. Das Erstellen eines Flachteichs ist geplant. Das Hunde-Ausbildungszentrum, dessen Zaun praktisch an das Schutzgebiet grenzt, hat seinen Betrieb aufgenommen. Wie weit das Zentrum zu Störungen führt, kann momentan noch nicht beurteilt werden. Die Zwergdommel brütete dieses Jahr nicht.
Brutvögel: Wasserralle 2, Teichhuhn 5, Nachtigall 8, Teichrohrsänger 37, Sumpfrohrsänger 5, Drosselrohrsänger 1, Goldammer 11, Rohrammer 2.
4. Häftli
Ala-Betreuer Andreas Blösch, Beobachtungen zudem von Fred Stähli und Walter Christen
In den letztes Jahr abgestochenen zwei Brutwänden brütete je ein Eisvogelpaar, im 7 km langen Häftlibogen sind es total 3–5 Paare.
Brutvögel: Gänsesäger 1, Zwergtaucher 8, Haubentaucher 6, Zwergdommel 1, Schwarzmilan 1, Baumfalke 1, Wasserralle 4, Teichhuhn 3, Hohltaube 1, Kuckuck 2, Eisvogel 2, Kleinspecht 1, Nachtigall 3, Teichrohrsänger 35, Fitis 0–1, Pirol 5, Goldammer 1, Rohrammer 3.
5. Wengimoos
Ala-Betreuer Daniel Friedli, Susanna Maurhofer
Im Februar, August und September wurden 4 ha Ried und Schilf gemäht. Neben dem NSI und dem Betreuer waren auch vier Schulklassen für diese Arbeiten im Einsatz. Seit langem konnten im Gebiet erstmals keine Neophyten mehr festgestellt werden. Erstmals seit mindestens 30 Jahren verbrachte ein Drosselrohrsänger die Brutsaison im Schutzgebiet.
Brutvögel: Zwergtaucher 3–4, Schwarzmilan 1, Wasserralle 4–5, Teichhuhn 6, Kuckuck 1, Feldschwirl 2, Teichrohrsänger 20, Sumpfrohrsänger 7–8, Drosselrohrsänger 1, Neuntöter 3, Goldammer 21, Rohrammer 1.
6. Gerlafinger Weiher
Ala-Betreuer Konrad Eigenheer
Ein kurzer Einsatz des Betreuers zur Bekämpfung der Goldruten war nötig.
Brutvögel: Zwergtaucher 1, Kleinspecht 1, Teichrohrsänger 3.
7. Weissenau
Ornithologischer Betreuer Michael Straubhaar
Die am Schutz beteiligten Organisationen (Ala, SVS, Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee UTB) und das NSI trafen sich zu einer Besprechung von Ideen zur Optimierung von Schutz und Pflege der Weissenau. Im Frühling lag das Projekt zur Absenkung des Thunersees (Entlastungsstollen Thun, Hochwasserschutz) auf. Der SVS erhob Einsprache und verlangte ein Monitoring und die Terminierung und Finanzierung von Ersatzmassnahmen, damit bei Schädigung des Schutzgebietes rasch eingegriffen werden kann.
Brutvögel: Reiherente 3, Gänsesäger 2, Zwergtaucher 2, Haubentaucher 4, Schwarzhalstaucher (Brutverdacht), Wasserralle 2, Teichhuhn 3, Kleinspecht 1, Feldschwirl 0–1, Teichrohrsänger 5, Sumpfrohrsänger 3, Pirol 1, Neuntöter 1, Rohrammer 4.
8. Baldeggersee
Ala-Betreuer Thomas Weber
Die Störungen waren im üblichen Rahmen. Um sie so gering wie möglich zu halten, war der Betreuer auch neben den Brutvogelbestandsaufnahmen regelmässig im Gebiet und informierte die Besucherinnen und Besucher.
Brutvögel: Zwergtaucher 4, Haubentaucher 7–10, Kormoran 18, Wasserralle 3, Teichhuhn 4–6, Kuckuck 1–2, Kleinspecht 1–2, Teichrohrsänger 12–15, Sumpfrohrsänger 1–2, Dorngrasmücke 0, Rohrammer 6–9.
9. Hallwilersee
Ala-Betreuer René Berner
Das Befahren des Aabachs mit Booten ist weiterhin ein grosses Problem, werden dabei doch Teichrosenfelder durchquert. Die Fischer erschliessen sich auf der Seengerseite neue Standorte, indem sie den Schilfgürtel niedertreten. Nachdem sich die Jäger einige Zeit an die Abmachungen gehalten hatten, stellten sie jetzt wieder einen Hochsitz an einer nicht bewilligten Stelle auf.
Zurzeit werden Abklärungen für einen Beobachtungsturm oder einen Hide im Bereich des Reservats unternommen. Der Betreuer setzt sich dafür ein, dass der Standort so gewählt wird, dass die Vögel dadurch nicht gestört werden. Am jährlichen Pflegeeinsatz musste das Schnittgut von Hand entfernt werden, weil das Ried wegen vorangehender Gewitter unter Wasser stand. Weitere Unterhaltsarbeiten umfassten die Bekämpfung von Drüsigem Springkraut, das Mähen von Kanälen und das Herausschneiden von Sträuchern.
Brutvögel: Zwergtaucher 2, Haubentaucher 49, Schwarzmilan 1, Wasserralle 2, Teichhuhn 5, Kuckuck 1, Eisvogel 1, Kleinspecht 1, Bergstelze 1–2, Wasseramsel 1, Nachtigall 6, Feldschwirl 8, Teichrohrsänger 33, Sumpfrohrsänger 14, Rohrammer 8.
10. Alpnacherried
Ala-Betreuer Martin Grüebler
Im Schutzgebiet brütete erstmals ein Kormoranpaar und zog 3 Junge auf. Weitere Angaben liegen momentan nicht vor (der neue Betreuer nahm seine Tätigkeit erst im Laufe des Sommers auf).
11. Lauerzersee
Ala-Betreuer Pius Kühne, Franziska Matter (Inventar Vögel), Thaddeus Galliker (Pflege, Unterhalt)
Beim Kiessammler am Chlausenbach wurden neue Amphibienweiher angelegt. Die Bewirtschafter haben rund 100 ha Streueland gemäht (Abb. 3). An schwer zugänglichen und sehr sumpfigen Stellen wurde die nötige Pflege von Thaddeus Galliker mit seinen Helfern gemacht. Dieses Jahr waren eine Seniorengruppe, Asylbewerber und Pius Kühne mit 18 Jagdlehrgängern im Einsatz. 12 Zivilschützer rissen Goldruten und Japanknöterich aus. An einzelnen Stellen konnte die Goldrute zum Verschwinden gebracht werden, beim Japanknöterich ist noch kein Erfolg sichtbar.
Brutvögel: Haubentaucher 26, Graureiher 14, Schwarzmilan 2, Rotmilan, Wasserralle 2, Teichhuhn 3, Eisvogel 1, Kleinspecht 1, Schwarzkehlchen 1, Feldschwirl 3, Teichrohrsänger 41, Sumpfrohrsänger 80, Fitis 2, Neuntöter 3, Rohrammer 27.
12. Frauenwinkel
Ala-Verantwortliche Christa Glauser, Stiftung Frauenwinkel
Damit die Flächen um das Gebiet des Rosshorns nicht verwalden, wurden diesen Winter umfangreiche Entbuschungen vorgenommen. Wichtig ist, dass die entbuschten Flächen in den kommenden Jahren regelmässig gemäht werden. Die Bekämpfung der Neophyten Goldrute und Japanknöterich ist zur Daueraufgabe für die Bewirtschafter und Zivildienstleistenden geworden. Es wird darauf geachtet, dass diese Arbeiten nicht die verbliebenen brütenden Kiebitze stören. Erstmals liess sich zur Brutzeit entlang des stark frequentierten Weges beim Bahnhof Pfäffikon ein Schafzaun errichten, welcher sich als Schutzmassnahme gegen Störungen gut bewährt hat.
Brutvögel (Auswahl): Kiebitz 5 (mit 2 Jungen), Grosser Brachvogel (nur einzelne Brutzeitbeobachtungen, keine Brut), Drosselrohrsänger 3–4, Neuntöter 1.
13. Pfäffikersee
Ala-Betreuer Walter Hunkeler
Die Güterzusammenlegung ist abgeschlossen, und die neuen Parzellen sind den Besitzern zugeteilt worden. Damit hat auch die Ala ihr Land nun an einem einzigen Ort. Die 151,19 a liegen am Aabach und sind strategisch sehr günstig (Abb. 2). Der Abschluss der Zusammenlegung bedeutet auch, dass nun das geplante Kiebitzprojekt umgesetzt werden kann. In einigen Bereichen des Schutzgebietes hat die Fachstelle Naturschutz stark entbuscht. Im Spätsommer erfolgte ein Grosseinsatz zur Reduktion des Goldrutenbestandes. Das Schaffen von mehreren feuchten Mulden am Südufer des Schutzgebietes hat zu einer erfreulichen Ausbreitung des Laubfrosches geführt. Im Frühjahr 2008 konnten bereits 10 Standorte festgestellt werden.
Brutvögel: Wachtel 3, Zwergtaucher 3, Haubentaucher 25, Zwergdommel 2, Schwarzmilan 1, Wasserralle 9, Teichhuhn 5, Lachmöwe 2, Mittelmeermöwe 1, Flussseeschwalbe 10, Kuckuck 2, Kleinspecht 2, Feldschwirl 11, Rohrschwirl 2, Teichrohrsänger 73, Sumpfrohrsänger 88, Drosselrohrsänger 3, Fitis 35, Neuntöter 2, Goldammer 15, Rohrammer 48.
14. Unterer Greifensee
Ala-Betreuer Thomas Winter, Bestandsaufnahmen Hans Ueli Dössegger
Dank den grossflächigen Entbuschungen und der Bekämpfung der Neophyten präsentiert sich das Gebiet wieder als wertvolles, offenes Ried (Abb. 5). Die letzten Bestände der Goldrute wurden gejätet. Landwirte und Zivildienstleistende der Stiftung Wirtschaft und Ökologie SWO mähten 28 ha Riedland.
Brutvögel: Zwergtaucher 3, Haubentaucher 20, Zwergdommel 4, Wasserralle 2, Teichhuhn 3, Lachmöwe 74, Flussseeschwalbe 28, Kuckuck 2, Waldohreule 1, Feldschwirl 1, Rohrschwirl 2, Teichrohrsänger 24, Sumpfrohrsänger 7, Drosselrohrsänger 1, Fitis 3, Rohrammer 8.
15. Neeracherried
Ala-Betreuer David Marques, Werner Müller (Bestandsaufnahme auch im Auftrag des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz)
Alle drei Zürcher Ala-Reservate (Pfäffikersee, Greifensee und Neeracherried) sollen neu der Wasser- und Zugvogelreservats-Verordnung WZVV des Bundes unterstellt werden. Die Vernehmlassung vom Herbst 2008 wurde begrüsst. Der Streueschnitt durch die Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich und Landwirte erfolgte im üblichen Rahmen. Der SVS sprach sich als beschwerdelegitimierte Organisation gegen den Bau eines Golfplatzes im Nahbereich des Schutzgebiets bei Niederhasli aus. Die Diskussion über eine Verlegung einer der beiden Strassen oder von beiden läuft beim Kanton und bei den Gemeinden. Verschiedene Varianten werden geprüft. Für die Schutzgebietsarbeit, aber gerade auch für die Frage, wie die jetzigen Strassenareale nach einer Verlegung gestaltet werden sollen, ist eine hydrologische Kartierung des Gebietes wichtig. Die Fachstelle Naturschutz hat nun dieses von Ala und SVS seit langem vorgebrachte Anliegen aufgenommen. Dies auch im Hinblick auf die immer nötiger werdende Erneuerung des Wehres, mit dem das Wasser im Schutzgebiet gestaut wird.
Brutvögel: Reiherente 1, Zwergtaucher 3, Zwergdommel 3, Weissstorch 1, Rotmilan 1–2, Rohrweihe 1 (Nestbau), Wasserralle 16, Tüpfelsumpfhuhn 2, Teichhuhn 12, Kiebitz 6, Bekassine 1, Lachmöwe 54 (keine Jungen aufgekommen), Mittelmeermöwe 1, Kuckuck 3, Kleinspecht 1, Nachtigall 9, Schwarzkehlchen 2, Feldschwirl 15, Rohrschwirl 28, Teichrohrsänger, Sumpfrohrsänger mindestens 14, Neuntöter 1, Goldammer 24, Rohrammer 41.
16. Rüdlingen
Ala-Betreuer Thomas Nabulon
Trockenstandorte wurden durch den Forstdienst gepflegt. Ein kurzer Wegabschnitt wurde nun definitiv gesperrt und unpassierbar gemacht.
Brutvögel: Haubentaucher 1–2, Graureiher 8, Schwarzmilan 1, Rotmilan 1, Kuckuck 1, Kleinspecht 1, Teichrohrsänger 4, Pirol 1.
Für das Reservatsteam: Werner Müller