• Der bedrohte Kiebitz Vanellus vanellus ist der "Wappenvogel" der Ala. Dieses Küken ist erst wenige Tage alt.

  • Die Ala hat zu ihrem 100-jährigen Bestehen 2009 mehrere Schutz- und Forschungsprojekte zugunsten des Kiebitzes unterstützt.

  • Der Tannenhäher Nucifraga caryocatactes versteckt jedes Jahr mehrere 10'000 Arvennüsse als Wintervorrat – und findet die meisten wieder.

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    Die exotisch wirkende Bartmeise Panurus biarmicus ist die einzige Vertreterin ihrer Familie in Europa.

  • Der Turmfalke Falco tinnunculus ist der häufigste Falke in der Schweiz.

  • Der Haubentaucher Podiceps cristatus ist bekannt für seine spektakulären Balzrituale.

  • Das hübsche Blaukehlchen Luscinia svecica ist in Europa mit mehreren Unterarten vertreten. Das weisssternige kommt in der Schweiz ausschliesslich als Durchzügler vor.

  • Der Graureiher Ardea cinerea wurde früher als Fischfresser verfolgt und fast ausgerottet, mittlerweile hat sich der Bestand in der Schweiz erholt.

Ein Bericht von Rita Schmidlin, 8372 Wiezikon

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Petrus meinte es gut mit den Ala-Mitgliedern, die sich für die Frühjahrsexkursion vom 13. Mai 2017 angemeldet hatten. Kein Regen sondern Sonnenschein empfing die Teilnehmenden am Bahnhof Kempten. Exkursionsleiter Claudio Koller stellte kurz das Programm vor bei seiner Begrüssung. Ausserdem freute er sich, dass Dominik Scheibler, Aufseher des Ala-Reservats Pfäffikersee, die Exkursion begleiten wird.

Vom Bahnhof aus ging es dem schönen und interessanten Chämtnerbach entlang Richtung Schwimmbad. Es gab viel zu sehen und zu hören. Eine Gartengrasmücke erfreute alle, besonders als man nicht nur ihren wohlklingenden Gesang hörte, nein, sie zeigte sich ausnahmsweise genau lange genug, um ein Foto zu machen. Kurz danach erklang der Gesang einer Mönchsgrasmücke, eine gute Gelegenheit, die Unterschiede zwischen den beiden Grasmückengesängen zu repetieren. Claudio Koller gab immer wieder gute Tipps und machte auf Besonderheiten aufmerksam. Informationstafeln gaben gute Gelegenheit, sich das ganze Gebiet des Riets und den Teil, der Ala-Reservat ist, besser vorstellen zu können.

Der Exkursionsleiter war während gut 10 Jahren als Ranger unterwegs am Pfäffikersee und er konnte auch über die Probleme Auskunft geben, die sich stellen zwischen Naturschutz und den Ansprüchen der Bevölkerung. Nicht die Hunde, aber die unvernünftigen Hundehalter sind ein grosses Problem, ausserdem auch die Katzen, die Freilauf haben. In Wohngebieten, die so nahe bei einem Schutzgebiet liegen, sollten die Katzen in den Wohnungen bleiben müssen.

Ein Teil des Robenhuserriets ist Ala-Reservat, wie Dominik Scheibler ausführte. Besondere Bedeutung kommt dem Südende des Sees zu, wo die breite Verlandungszone mit Flach-, Zwischen- und Hochmoorbereichen wirksam vor jeglichen Beeinträchtigungen wie Erholungsbetrieb oder Intensivierung der Landwirtschaft zu schützen ist. Die artenreichen, teilweise seltenen Pflanzengesellschaften sind als Lebensräume für eine Vielzahl von zum Teil gefährdeten Tierarten zu erhalten und zu vernetzen. Daneben sollen neue Wasserflächen geschaffen werden und die Regeneration der Moorflächen soll gefördert werden. Dominik Scheibler zeigte vor Ort, was bereits gemacht wird, damit das Moor leben und sich entwickeln kann. Die Natur braucht Zeit, um von einem Übergangsmoor wieder ein Hochmoor zu schaffen, aber es wird gelingen, wenn die geplanten Massnahmen eingehalten werden können. Bei verschiedenen Diskussionen kamen Ideen und Wünsche auf, wie man diese Situation verbessern könnte. Ob man eine Strasse einfach sperren sollte, sie unter Wasser setzen, die Leute nur noch mit einem Ranger ins Gebiet lassen – die Ideen waren zahlreich.

Ein absoluter Höhepunkt war eine singende Nachtigall, diesen Vogel hatte auch der Exkursionsleiter, der das Gebiet in- und auswendig kennt, nicht erwartet. Neben vielen Vögeln (siehe Liste) kamen auch die Pflanzen nicht zu kurz. Wunderschön wie immer sind die einheimischen Orchideen, eine Besonderheit ist der Sonnentau. Da nur einer etwas abseits der Strasse entdeckt wurde, beschränkte sich die Gruppe darauf, ihn nur von weitem anzusehen. Ein Bild eines anderen Sonnentaus im Gebiet, neben dem Fussweg, soll sie dafür entschädigen.

Beim gemütlichen Ausklang im Strandbad-Beizli Auslikon wurde weiter diskutiert. Claudio Koller machte noch darauf aufmerksam, dass sich das Thorshühnchen am Samstagmorgen noch immer bei der Badi am Greifensee aufgehalten habe. Danke für den guten Tipp, das Thorshühnchen war auch am Nachmittag noch fleissig am Schwimmen und herumfliegen. Einige der Ala-Exkursions-Mitglieder freuten sich, den Göttervogel einmal im Prachtkleid zu bewundern.

Liste der beobachteten Vogelarten (PDF)

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